Wie es funktioniert …

Die Baumediation erfolgt in 5 Phasen:

Phase 1: Organisatorisches / Absprachen / Erwartungen / Widerstände / Stand der Dinge
Phase 2: Themensammlung und -priorisierung / Positionen / vollständige Sammlung der relevanten Fakten
Phase 3: Inhaltliche Klärungsarbeit / Interessen / Zusammenhänge
Phase 4: Lösungsoptionen
Phase 5: Vereinbarung

Anmerkung: In der Regel ist es bei Konflikten in der Baubranche unumgänglich, nach Phase 1 oder spätestens nach Phase 4 zusätzlich eine externe Rechtsberatung zur Absicherung der bei Bauprojekten relevanten Rechtsaspekte einzuholen.

Die Regeln in einer Baumediation:
Freiwilligkeit / Volle Informiertheit / Wissen um Ihr gutes Recht / Vertraulichkeit, Offenheit / Vorrang vor anderen Konfliktlösungsverfahren /
Die Bereitschaft, Fähigkeit und der Wille: … für sich selbst einzustehen / … zum Konsens / … zum direkten Umgang mit der anderen Seite / … zum Mediationsprozess

Das Recht in der BauMediation:
Anders als im Rahmen eines Gerichtsprozesses können in einer BauMediation die Konfliktpartner die Kriterien bezüglich Gerechtigkeit und Fairness individuell definieren und sind selbst dafür verantwortlich, diese auch einzuhalten. Nicht das, was die Gesellschaft, der Gesetzgeber oder ein Gericht als gerecht erachtet ist der Maßstab, sondern das, was dem persönlichen Fairness- und Gerechtigkeitsempfinden der Konfliktpartner am nächsten kommt.
Trotzdem müssen natürlich objektive Gesichtspunkte wie Fachgutachten, DIN-Normen und Vorschriften, anerkannte Regeln der Technik, und auch das geltende Recht berücksichtigt werden. Außerdem können vergleichbare Gerichtsentscheidungen usw. auch eine Richtschnur oder Orientierungshilfe für die beteiligten Parteien sein. Um sich „seines guten Rechts“ bewusst zu sein, ist eine externe und unabhängige anwaltliche Beratung ein sinnvoller Bestandteil einer BauMediation. (s.o. –> volle Informiertheit) Die hierbei von den beteiligten Seiten selbst hinzugezogenen Anwälte erhalten dabei allerdings einen Beratungsauftrag und keine Entscheidungsgewalt. Die letztendlichen Entscheidungen werden von den Medianden selbstbestimmt und eigenverantwortlich getroffen und in einer abschließenden Vereinbarung schriftlich (ggf. notariell beglaubigt) niedergelegt.